Vergangenheit und Gegenwart

Angefangen hat alles im Jahr 1954, als sich Ferdinand und Johanna Roth dazu entschlossen, den Waldgasthof Bienwaldmühle zu erwerben, um diesen als kleines ‚Wirtshaus‘ mit landwirtschaftlichem Betrieb zu führen. Doch wie so oft wurde auch hier aus etwas ‚Kleinem’ schnell etwas ‚Großes‘ und aus Visionen leckere Gerichte. Als gelernter Metzger bot Ferdinand Roth nämlich nach und nach immer mehr typische „Pfälzer Speisen“, aber auch einige Wildspezialitäten in seinem Restaurant an. Als zweites Standbein fungierte die hauseigene Schnapsbrennerei mit „Williams Christ“, „Mirabellenwasser“ oder „Alte Zwetschge“, eine Tradition, die aufgrund des häuslichen Brennrechts immer noch gerne weiter geführt wird. In Erzählungen betonte das Ehepaar oft, dass der Aufbau ihres Betriebes nur durch die Unterstützung vieler Gäste möglich war, die aus den umliegenden Dörfern und unter anderem aus dem Elsass kamen. Eine deutsch-französische Freundschaft, die bis heute Bestand hat. Die Freude an der gutbürgerlichen, deutschen Küche hat Ferdinand Roth jedoch nicht nur an seine französischen Freunde, sondern vor allem auch an seinen Sohn Werner Roth weitergegeben. Er absolvierte eine Ausbildung zum Koch, schloss im Anschluss die Meisterschule ab und unterstützte den elterlichen Betrieb mit vollem Einsatz. Unter seiner Küchenleitung entwickelte sich das Restaurant von der „Ausflugsstätte im Wald“ zu einer renommierten Anlaufstelle für kulinarische Genießer jeglicher Art: Vom Gourmet bis zum Wanderer, vom langen Abend in geselliger Runde bis zur schnellen ‚Einkehr‘- für jedes Bedürfnis gab es Platz und das passende Essen. Unsere Klassiker wie „Rehnüsschen an Morchelrahmsauce“ wurden den Gästen der Bienwaldmühle zum ersten Mal vor etwa 30 Jahren von Werner Roth zubereitet und haben bis heute nichts an Beliebtheit eingebüßt. Im Gegenteil: Viele Besucher kommen gerade aufgrund dieser Gerichte in unser Restaurant. Doch auch seine Frau Gerdi hat einiges dazu beigetragen, dass sich die Besucher in ihren Räumlichkeiten heimisch fühlen. Durch ihre offene und freundliche Art wurde schon aus so manch einer Gastfreundschaft eine Freundschaft fürs Leben.

Ihr Sohn Philipp Roth und seine Frau Miriam setzen diese Tradition gerne fort, paaren sie jedoch mit eigener Erfahrung und Kreativität. Drei Generationen über fast sieben Jahrzehnte – in jedem Winkel steckt die Geschichte des Hauses, in jedem Gericht das Wissen dreier leidenschaftlicher Köche.

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„Wenn die Wurzeln tief sind, braucht man den Wind nicht zu fürchten.“ (Chinesisches Sprichwort)

Philipp Roth
Küchenchef und Inhaber

Küchenchef Philipp Roth war nicht nur im elterlichen Betrieb, sondern bereits in vielen Küchen im In- und Ausland zu Hause und kann dabei auch auf zahlreiche Erfolge zurückblicken. So schloss er seine Ausbildung im renommierten Hotel „Traube Tonbach" im Schwarzwald als Jahrgangsbester der IHK ab, belegte in den bayrischen Landesmeisterschaften den ersten Platz und trat im Alter von 20 Jahren bei der deutschen Kochmeisterschaft an. Als jüngster Teilnehmer kochte er sich auch dort mit einem zweiten Platz an die Spitze. Nachdem er von 2000-2001 im Restaurant „Gut Faistenberg“ am Starnberger See unter Küchenchef Christian Scharrer arbeitete, zog es ihn im darauffolgenden Jahr in den Süden. Auf Mallorca konnte er in dem bekannten Restaurant „Tristan“, ausgezeichnet mit zwei Michelin-Sternen, einige neue Erfahrungen unter Küchenchef Gerhard Schwaiger sammeln. Auf der Bonner Hardthöhe legte er seinen Wehrdienst als Koch im Offizierskasino des Verteidigungsministeriums ab, bevor er 2003 wieder in den elterlichen Betrieb zurück kehrte und diesen 2010 übernahm.

Liebe Gäste, unser Restaurant ist heute noch zum Mittagessen bis 15 Uhr geöffnet. Im Anschluss verabschieden wir uns in unsere Winterpause. Wir danken Ihnen allen herzlich für Ihre Treue im Jahr 2017 und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen. Herzliche Grüße Familie Roth und Team